1954

Gründung der „Mietwaschküche Gertrud Krause“

Das Unternehmen CHMS wurde 1954 von Gustav und Gertrud Krause als „Mietwaschküche Gertrud Krause“ gegründet. In einem alten Pferdestall im Stadtgebiet von Coburg hatten die Firmengründer 60 m² Fläche zur Verfügung. Dort wurde die Wäsche gewaschen, getrocknet und geglättet. Hierfür standen zwei Waschmaschinen, eine kleine, gasbetriebene Mangel und Pressen mit Schnelldampferzeuger zur Verfügung.

Hauptsächlich wurde die Haushaltswäsche privater Kunden gereinigt, die von den Kunden selbst gebracht und wieder abgeholt wurde. Abholungen und Lieferungen wurden mit einem Fahrrad mit Anhänger erledigt.

1958 wurde das Unternehmen in “Schnellwäscherei Gustav Krause” umbenannt.

1962

Moderne Maschinen und erste gewerbliche Kunden

Die mittlerweile in “Schnellwäscherei Gustav Krause” umbenannte Wäscherei ist in neue Geschäftsräume umgezogen. Dem Unternehmen stand damit eine Fläche von 150 m² zur Verfügung. Zusätzlich zur Wäsche für Privatkunden wurde nun auch Betriebswäsche von Unternehmenskunden gereinigt. Fünf Mitarbeiter bearbeiten an moderneren und größeren Maschinen, darunter zwei Waschmaschinen mit 100 kg Fassungsvermögen, jeweils einer Waschmaschine mit 60 und 20 kg Fassungsvermögen und einer Dampfmangel, die größer werdende Wäschemenge.

Design
Construction
Planning

1970

Joachim Krause beginnt als Quereinsteiger im elterlichen Unternehmen

1970 begann für den heutigen Firmeninhaber Joachim Krause die Laufbahn im elterlichen Unternehmen. Der gelernte Müller begann als Quereinsteiger und erledigte alle anfallenden Arbeiten.

1974

Bearbeitung der ersten Handtuchrollen

In Unternehmen und Öffentlichen Einrichtungen wurden in Waschräumen zunehmend Handtuchspender mit Stoffhandtuchrollen zum Händetrocknen verwendet. Die Reinigung und Bearbeitung von Handtuchrollen wurde inklusive der dafür benötigten Spezialmaschinen wurde von einem Konkurrenzunternehmen übernommen.

Ab Mitte der 70er Jahre besuchte Joachim Krause Fortbildungskurse zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung zum Textilreinigungsmeister, die er 1979 erfolgreich absolvierte.

1980

Übernahme des Wäschereibetriebes Lavita in Coburg

Mit der Übernahme des Coburger Wäschereibetriebes Lavita wurden die Geschäftsräume der Lavita Wäscherei als neuer Firmenstandort bezogen und der Bedarf an größerer Gewerbefläche gedeckt. Zum Sortiment kamen Hotelwäsche, Bettwäsche und Handtücher dazu. Es wurden Maschinen und Personal übernommen. Durch Übernahme des Personalstammes wuchs die Mitarbeiterzahl auf 45.

1985

Sortimentserweiterung um Schmutzmatten

1985 trat Claudia Krause in das Unternehmen ein. Als gelernte Bürokauffrau kümmert sie sich um Rechnungswesen, Buchhaltung und Controlling.

Durch den zunehmenden Einsatz von Schmutzmatten im gewerblichen Umfeld und der Wechselrhythmus, der organisatorisch optimal mit dem Handtuchrollenservice harmonierte, wurde das Sortiment um Schmutzmatten erweitert.

Durch die Übernahme des Kundenstammes vieler kleiner Handtuchservicedienstleister konnte das Einzugsgebiet vergrößert werden.

1989

Umbenennung zu Coburger Handtuch+ Matten- Service

Am 01. Juli 1989 erfolgte die offizielle Übergabe das Wäschereibetriebes von Gustav Krause an Joachim Krause. Der Firmenname wurde in Coburger Handtuch+ Matten- Service umbenannt, um den Firmenstandort und die Hauptgeschäftsbereiche Handtuchservice und Mattenservice für Kunden sichtbarer zu machen. Gustav Krause ging nach der Übergabe in den verdienten Ruhestand.

1990

Bezug einer neuen Halle mit Büroräumen

Am 01. Juni 1990 zog das Unternehmen Coburger Handtuch+ Matten- Service auf die grüne Wiese in das nahe gelegene Rödental. In einer neuen, 1.100 m² großen Halle wurde die Fläche für Waschmaschinen, Trockner, Lager und Büroräume genutzt.

1994

Spezialisierung auf Stoffhandtuchrollen und Schmutzmatten

1994 erfolgte die vollständige Spezialisierung der Wäscherei auf Stoffhandtuchrollen und Schmutzfangmatten. Die Anschaffung neuer Maschinen nach einem Mangelbrand, Personalwechsel durch Rentenaustritte, technische Veränderungen durch die Anschaffung neuer Maschinen sowie die erfolgreiche Erweiterung des Kundenkreises ermöglichten die Fokusierung auf das wesentliche Dienstleistungsangebot.

1995

Vergrößerung des Firmenstandortes Rödental

Bereits 1995 wurde der Firmenstandort in Rödental um 700 m² Fläche erweitert. Die zusätzliche Fläche wurde als Lagerfläche und als Produktionsfläche zum Waschen und Trocknen der Schmutzmatten genutzt. Die Dachflächen der Gebäude wurden neu gefasst, und die Nutzung von Regenwasser in der Wäscherei vorbereitet.

1996

Aufnahme des Großkundengeschäftes

Durch die Vergrößerung des Firmenstandortes sowie die Fokusierung auf das Waschen von Handtuchrollen und Schmutzmatten konnten Handtuchrollen wirtschaftlich bearbeitet werden und andere Wäschereien als Großkunden gewonnen werden.

1997

Wischmopp neu im Dienstleistungsangebot

1997 wurden Wischmopp in das Dienstleistungsangebot aufgenommen. Die Bearbeitung der Wischbezüge hat bei der betrieblichen Organisation, dem Wechselturnus und der Logistik große Gemeinsamkeiten mit dem Mattenservice und ermöglicht uns, das serviceorientierte Angebot zu erweitern.

Nach dem Aufbau der Infrastruktur zum Auffangen und Speichern von Regenwasser wurde 1997 zum ersten Mal Regenwasser zum Vorwaschen von Schmutzmatten verwendet. Das schmutzige Wasser wird von Schwebstoffen und Keimen gereinigt und in großen Tanks für die nächste Vorwäsche gespeichert.

1998

Installation der ersten Waschstraße für Handtuchrollen

Die Installation der ersten Waschstraße für Handtuchrollen erhöht die Kapazität beim Waschen der Handtücher und schafft Reserven für die Bedienung zusätzlicher Großkunden und für die Zukunft. Der Waschvorgang läuft automatisch und führt zu einer erheblichen Reduzierung des Frischwasserbedarfs von 24 l Wasser / kg Wäsche auf 8 l Wasser / kg Wäsche.

2002

Installation der zweiten Waschstraße für Schmutzmatten und Mopp

Die Installation der zweiten Waschstraße für Schmutzmatten und Mopp erhöht die Kapazität beim Waschen. Beim automatischen Waschvorgang wird der Wasserverbrauch erheblich von 8 l Wasser / kg Wäsche auf 4 l Wasser / kg Wäsche reduziert.

2003

Entwicklung eines patentierten Trommelfilters

Um die Mehrfachnutzbarkeit des Prozesswassers zu erhöhen hat Joachim Krause einen Trommelfilter entwickelt und patentiert. Der Trommelfilter filtert Schwebstoffe aus dem Abwasser, das beim Waschen entsteht. Neben der Einsparung von Frischwasser ermöglicht der Trommelfilter auch den Einsatz von Wärmetauschern beliebiger Bauart ohne Leistungsverlust oder Wartungsauffälligkeit.

Zusätzlich entwickelte Joachim Krause einen Wärmetauscher für Mangelabluft, der die Wärmeenergie und anfallendes Kondensat in den Waschprozess zurückführt.

  • durch Joachim Krause patentiert
  • Erhöht die Mehrfachnutzung von Prozesswasser
  • Einsparung von Frischwasser

2004

Diplomarbeit über CHMS

Der Student Roland Hauck von der Georg-Simon-Ohm Hochschule aus Nürnberg schrieb seine Diplomarbeit über das Unternehmen CHMS. Neben den Informationen zum Wärmetauscher für die Mangelabluft und dem von Joachim Krause entwickelten Flusenfilter ist die Arbeit eine Dokumentation des Wäschereibetriebes als gesamtheitliche Betrachtung.

2007

Erwerb und Ausbau eines zusätzlichen Betriebsgeländes

2007 wurde ein zusätzliches Firmengelände auf der gegenüberliegenden Straßenseite erworben. In der neuen, 3000 m² großen Halle wurde die bestehende Waschstraße für Handtuchrollen aufgebaut. Eine weitere Waschstraße für Handtuchrollen schuf zusätzliche Kapazität für die sprunghafte Entwicklung der Servicekunden und für die Zukunft.

2012

Aufnahme in die Initiative Klimaschutz- Unternehmen e.V.

CHMS wurde als 19. Unternehmen in die Nachhaltigkeitsinitiative „Klimaschutz- Unternehmen“ e.V. aufgenommen. Mittlerweile zählt das Netzwerk, für dessen Mitgliedschaft der Nachweis einer klimaschonenden Arbeitsweise Bedingung ist, 69 Mitglieder.

Das Großkundengeschäft wird auf den Bereich Schmutzmatten erweitert. Im Jahr 2012 wurden zum ersten Mal Schmutzmatten für andere Wäschereien bearbeitet.

2013

Fabian Krause startet im Familienunternehmen

Im Jahr 2013 startet mit Fabian Krause die dritte Generation im Familienbetrieb CHMS. Er hat sein Studium mit dem Bachelor in Wirtschaftswissenschaft abgeschlossen und ist ab 2016 Geschäftsführer.

2018 – 2021

Erwerb der an die Handtuchrollenhalle angrenzenden Lagerhalle mit Büroflächen

Im Jahr 2018 wurden eine an die Handtuchrollen Halle angrenzende 2800 m² Lagerhalle und 500 m² Bürofläche erworben und bis 2021 zu einer Mattenwäscherei mit modernster Technik ausgebaut, wodurch die Kapazität bei der Mattenbearbeitung verdoppelt werden konnte.

Die Halle verfügt über eine Photovoltaikanlage, zusätzlich wird für die Trockner benötigter Strom aus einer KWK-Anlage, die im Rahmen eines Umweltinnovationsprogrammes von der Regierung Oberfranken gefördert wurde. Die Abfallenergie der KWK-Anlage wird im Waschprozess und für Raumheizung genutzt.

Die mitentwickelten und patentierten Kaskadentrockner erreichen durch stufenweise Trocknung eine Energieeinsparung von bis zu 70%.

Bei der Abwasseraufbereitung kann ca. 50% des Abwassers nach Reinigung durch Fällung und Flockung wiederverwendet werden.

2022

Installation einer Energiemanagementsoftware

Mit Hilfe der Energiemanagementsoftware werden die Verbräuche Wasser, Strom und Gas in lückenlos und in Echtzeit erfasst. Das Ermöglicht die Erkennung und Prüfung von Einsparpotentialen. Durch die automatische Meldung von Störungen und Fehlern werden Ausfallzeiten auf ein Minimum reduziert.

2024

Stark wachsendes Großkundengeschäft

2024 wurde eine 800 m² große Lager- und Logistikhalle mit vier LKW-Rampen neu gebaut. Die Halle soll den stark wachsenden Anforderungen des Großkundengeschäftes gerecht werden und wird durch die Regierung Oberfranken gefördert.

Auf dem Dach wird eine Votovoltaikanlage mit 99 kWp installiert. Die Regenwassernutzung der Wäscherei wird durch die zusätzliche Dachfläche erweitert.

Die Halle wird ausschließlich durch Abwärme aus der Wäscherei beheizt.